Bonn Lighthouse – Verein für Hospizarbeit

27. März 2021

20 Jahre Hospizforum Bonn / Rhein-Sieg

„Wir können dem Leben nicht mehr Tage geben, aber den Tagen mehr Leben.“ Dieses Motto der Hospizbewegung für die Begleitung und Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen fasste Ende der 80-er Jahre auch in der Region Bonn/Rhein-Sieg Fuß. 1990 wurde das erste stationäre Hospiz in Lohmar eröffnet, und in den Folgejahren wurden etliche ambulante Hospizvereine und hospizlich-palliative Einrichtungen gegründet.

Copyright: Alfred Heimermann, Hennef

Die Gründungsversammlung des Hospizforums Bonn / Rhein-Sieg fand am 28. März 2001 im Zentrum für Palliativmedizin in Bonn-Hardtberg statt. Aus den anfänglich 10 Mitgliedern – Bonn Lighthouse e. V. ist einer der Gründungsvereine – wurden bis heute 23 Mitgliedsorganisationen (Ambulante Erwachsenen-Hospizdienste, Kinder- und Jugendhospizdienste, stationäre Hospize, Palliativstationen, Spezialisierte Ambulante Palliativ-versorgung) mit über 600 ehrenamtlich tätigen, qualifizierten Hospiz-helferinnen und -helfern.

In diesem engmaschigen Netzwerk findet ein regelmäßiger Austausch über die Erfahrungen aus der hospizlichen Alltagsarbeit statt. Auch gemeinsame Aus- und Weiterbildungen für haupt- und ehrenamtliche Hospizmitar-beitende zur Sicherung von Qualitätsstandards sowie Veranstaltungen zur Verbreitung der Hospizidee werden unter dem Dach des Hospizforums angeboten.

Bei den ehrenamtlichen Begleiterinnen und Begleitern sind die jährlich durchgeführten „Ehrenamtstage“ sehr beliebt. In dieser Großveranstaltung werden die in den Befähigungskursen erworbenen Kenntnisse ergänzt und erweitert durch Fachvorträge und Workshops mit Themen wie „Wie hat sich die palliative Versorgung in den letzten Jahren verändert?“, „Letzte-Hilfe-Kurse – wie man schwerkranke Angehörige bis zu deren Tod einfühlsam und fachkundig begleiten kann“, „Die Bedeutung von Ritualen“ oder „Abschied und Verlust“.

Eine zunehmende Bedeutung bekam in diesen 20 Jahren auch die Trauerbegleitung, die inzwischen alle Hospizvereine ergänzend zur Sterbebegleitung anbieten. Hier organisiert das Hospizforum die Ausbildung der künftigen Trauerbegleiter/innen.

Im Rahmen des Ausbaus der Vernetzung kooperiert das Hospizforum eng mit dem „Netzwerk Hospiz- und Palliativversorgung Bonn / Rhein-Sieg“, einem Zusammenschluss der regionalen Dienste des Gesundheits- und Sozialwesens, zu dem u.a. auch die ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen sowie die Einrichtungen der Eingliederungshilfe gehören.

Zusätzlich wurde – zusammen mit der Peter-Windeck-Stiftung in der Bürgerstiftung Bonn – ein Hospiztelefon eingerichtet, bei dem sich die Bürgerinnen und Bürger kostenfrei, objektiv und kompetent über die entsprechenden Angebote und Einrichtungen informieren können.

All das wäre nicht zu finanzieren ohne Spenden. Hier hat sich der Lions Förderverein Bonn-Rheinaue von Anfang an als außerordentliches Mitglied besonders stark engagiert.

Es ist schon viel geschafft worden in diesen 20 Jahren, doch auf den Lorbeeren ausruhen können sich die Mitglieder des Hospizforums nicht: Denn die derzeitige Corona Krise stellt alle vor bisher unbekannte Anforderungen, zum Beispiel vor die Notwendigkeit der Umstellung auf eine virtuelle und digitale Kommunikation.  Aber alle Beteiligten sind sich sicher: auch das schaffen wir!

Jochen von Üüm, Jürgen Goldmann (Sprecherrat Hospizforum)

Weitere Informationen: www.hospizforum-bonn-rheinsieg.de

 

3. März 2021

Verein(t) da durch

Und weil es in schwierigen Zeiten nur gemeinsam geht, unterstützt die Sparkasse KölnBonn 405 gemeinnützige, mildtätige bzw. kirchlich anerkannte Vereine und Organisationen mit je 1.000 Euro.

Wir gehören zu den Glücklichen, die eine Spende erhalten haben.

Herzlichen Dank!

 

4. Februar 2021

Lighthouse-Kreativ-Café Angela-Fey-Haus im Lockdown

Oder: Not macht erfinderisch!

Als wir vom „Kreativ-Café-Team“ im Oktober unser Angebot im Angela-Fey-Haus erneut einstellen mussten, hätten wir nicht gedacht, im Februar immer noch auf einen Neustart des von den Besuchern so geliebten Basteltreffs warten zu müssen. Die Situation, die uns der erneute Lockdown in diesen Pandemie-Zeiten aufzwingt, ist für alle Beteiligten enttäuschend.

Vor allen die Teilnehmenden aus der Einrichtung leiden unter den Beschränkungen und den Kontaktverboten. Wie bereits im Oktober berichtet, haben wir uns überlegt, monatlich ein Päckchen mit Brief und Süßigkeiten als kleinen Trost in die Einrichtung zu senden. Als feststand, dass wir einen doch wesentlich längeren Zeitraum überbrücken müssen, musste eine neue Idee her, um die Idee des Kreativ-Cafes zu erhalten und mit Leben zu füllen.

Not macht bekanntlich erfinderisch. Seit Jahresende versenden wir nun jahreszeitlich angepasste Bastelvorschläge, stellen das Material und fügen eine passende Süßigkeit hinzu.

Dieses Angebot wird mit großer Freude angenommen. Eine FSJ-lerin setzt sich einmal im Monat mit der Gruppe zusammen. Die Ergebnisse dieser Nachmittage können sich durchaus sehen lassen.

Uns gelingt es auf diesem Weg, den Kontakt zu unseren Besuchern im Angela-Fey-Haus zu halten und wir machen ihnen gleichzeitig mit der Aktion eine kleine Freude.

Wir alle hoffen natürlich auf die Zeit, in der wir uns „live“ wiedersehen können!

Text und Fotos: Katja Hoffbauer

 

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