Bonn Lighthouse – Verein für Hospizarbeit

20. März 2020

Lighthouse Magazin

Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen“ – so eine alte Volksweisheit, die wir alle kennen. Dass Essen und Ernährung viel mit Gesundheit zu tun hat, wird heute niemand mehr ernsthaft abstreiten. Für den zweiten Teil des Sprichworts gibt es sicherlich weniger wissenschaftliche Beweise, aber dass es der Seele gut tut, mit anderen Menschen zusammen um einen Tisch herum zu sitzen und zu essen und zu trinken, erfahren wir bei Bonn Lighthouse im Alltag immer wieder. „Kochen ist doch keine Hospizarbeit“, denken Sie nun vielleicht. Nein, das Aufsetzen von Spaghetti und das Umrühren

im Topf sicher nicht. Aber die gemeinsame Vorbereitung, das Tischdecken, das Schnuppern beim Hereinkommen: „Was gibt es denn heute?“, das Reden, die Freude auf eine gemeinsame Zeit mit anderen: All das bedeutet doch auch, dass wir lebendig sind, dass wir uns am Lebendigsein freuen können. Eine gedeckte Tafel ist nicht nur ein Symbol, sondern sie bietet durchaus auch sinnliche Freuden – selbst für die, die aus Krankheitsgründen gar nicht mehr viel zu sich nehmen können. Für manche Bewohnerin und manchen Bewoh-ner bei Bonn Lighthouse ist die warme Küche mit gedeck-tem Tisch ein Ort, an dem sich das Leben wieder ganz normal anfühlt – weg von Ängsten und Gedanken an die Krankheit und dafür erfüllt mit Leben. In unserer Bewoh-nerküche jedenfalls ist Kochen ganz gewiss Hospizarbeit, gemäß unserem Motto „Ja zu Leben!“ Davon erzählen wir in diesem Magazin.

Das Magazin können Sie als PDF-Datei herunterladen.

 

7. Februar 2020

Prinz und Bonna besuchen Station Saunders

Rheinischer Frohsinn und Karneval auf einer Palliativstation, auf der schwerstkranke Patient*innen versorgt werden? Geht das? Passt das? Ja das passt und das geht!

Dass auch in einer möglichen letzten Lebensphase neben Leid auch Freude und Humor im Sinne des hospizlichen Leitsatzes „Leben bis zuletzt“ dazugehören kann, sprach Professor Radbruch beim Besuch von Prinz Richard I. und Bonna Katharina III. auf Station Saunders überzeugend an.

Prinz und Bonna lobten in ihrer Ansprache die haupt- und ehrenamtliche Arbeit auf Saunders und betonten die Wichtigkeit dieser Tätigkeit für die Gesellschaft.

Verkleidetes Stationspersonal sowie einige Patient*innen und Angehörige nahmen am närrischen Treiben leidenschaftlich teil. Kölsche Lieder wurden gesungen, Fotos geschossen, Autogrammkarten verteilt und bei Brötchen und Berlinern kräftig geschwatzt.

Tolle Stimmung! Karneval pur! Eine schöne Stunde! Eben „Leben bis zuletzt“!

 

29. Januar 2020

Schülergruppe besucht Bonn Lighthouse

Am 27. Januar besuchte eine 14-köpfige Gruppe von Schülerinnen und Schülern Bonn Lighthouse.

Die Elftklässler*innen einer Gesamtschule aus Weilerswist waren im Rahmen einer „Sozial-Woche“ unterwegs. Alternativ konnte neben einer hospizlichen Einrichtung eine Psychiatrie-Station oder eine Justizvollzugsanstalt gewählt werden.

In einem Vortrag über die Geschichte und Grundlagen der Hospizbewegung wurde vielen Schüler*innen erst deutlich, das Hospiz nicht nur ein Haus darstellt, in dem sterbende Menschen mit viel Zuwendung versorgt und begleitet werden.

Das Hospiz vielmehr auch eine Haltung darstellt, mit der man schwerstkranken Personen begegnet und wie viele unterschiedliche hospizliche Angebote mittlerweile in Deutschland bestehen, überraschte die meisten. Auch Raum für den Austausch über die Arbeit von Bonn Lighthouse stand zur Verfügung.

Fragen nach Sterbehilfe, Grenzsituationen und würdevollem Sterben waren hier im Focus der jungen Besucher, die während der gesamten Zeit  aufmerksam die angeschnittenen Themen verfolgten. Es wurde erneut deutlich, wie wichtig es ist, dass sich auch jüngere Generationen mit dem Thema Sterben und Tod auseinandersetzen. Ein spannender Vormittag ging zu Ende.

 

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