1. Mai 2020
100 MASKEN FÜR UNS
Der Verein MakerSpace Bonn e.V. hat Bonn Lighthouse e.V. 100 selbst genähte Masken geschenkt!
In unserem Betreuten Wohnen sind Mitarbeitende und Bewohner*innen dringend auf so viel Schutz wie möglich angewiesen, und so war die Freude groß, als uns die Masken übergeben wurden.
Wir möchten den Macher*innen vom MakerSpace Bonn hiermit ganz herzlich danken und gleichzeitig auf deren tolle Angebote und ihr Engagement hinweisen.

Der MakerSpace ist nach eigener Definition eine offene Werkstatt und da für alle, die etwas “machen” wollen, nach dem Motto Hilfe zur Selbsthilfe. Ihr könnt, wenn sie geöffnet haben, dort an eigenen Projekten arbeiten, Hilfe bekommen, an Workshops teilnehmen und andere Menschen kennen lernen. Schaut euch die Website an: https://makerspacebonn.de.
Danke für die tolle Unterstützung!
25. April 2020
Wir trauern um unseren Schirmherrn Norbert Blüm. Er war nicht nur ein streitbarer Sozialpolitiker, sondern ein Mensch, der das Leben geliebt hat.
Die Hospizbewegung lag ihm am Herzen, und so waren wir glücklich, ihn als Schirmherrn gewinnen zu können.

Das Foto zeigt ihn 1997 zusammen mit Irmgard Wester, die Bonn Lighthouse mitgegründet hat, an unserem Infostand auf dem Bonner Blumenmarkt. Damals feierten wir unser fünfjähriges Bestehen. Wir hätten ihm noch viele glückliche Jahre mit seiner Frau und seiner Familie gewünscht.
15. April 2020
Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern in Corona-Zeiten
Wie bei Lighthouse war auch bei unseren Kooperationspartnern der Lebenshilfe Bonn und des HPH (Heilpädagogisches Heim des LVR) die Umsetzung unter den neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen zur Pandemie eher holprig. Viele Bereiche der Behinderten-Werkstätten sind geschlossen worden. Die Begleitung durch Lighthouse-Mitarbeiter*innen ist – außer in Ausnahmefällen – nicht mehr möglich. Die Betreuung der vielen Menschen, die nun auch tagsüber in den Einrichtungen bleiben müssen, wird jetzt mit hauptamtlichen Werkstatt-Mitarbeiter*innen unterstützt.
In einem Haus war ein großer Teil der Bewohner*innen aufgrund von Grippe- und Erkältungssymptomen in Quarantäne, was die Begleitung und Versorgung dort sehr erschwert hat. Mangelnde Schutzkleidung wie Mundschutz, Kittel und Einweghandschuhe taten ihr Übriges. Inzwischen haben sich die Teams besser auf die neue Situation eingestellt. Ihnen hilft, dass Improvisation sowieso ein wesentlicher Teil ihres beruflichen Alltags ist.
Aber wie bei uns im Wohnprojekt ist auch dort allen bewusst, dass gegenwärtig viel mit heißer Nadel gestrickt ist und bei erkrankten Mitarbeiter*innen das ganze System schnell kippen kann. Hoffen wir, dass dies nicht eintritt.

Gegenwärtig sind in den Häusern unserer Kooperationspartner weder Mitarbeiter noch Bewohner*innen mit Corona infiziert sind, aber die Bedingungen für eine pädagogisch sinnvolle Begleitungsarbeit mit dieser Zielgruppe ist nicht einfacher geworden. Einige Maßnahmen wie zeitlich begrenzte Isolation nach einem Krankenhausaufenthalt oder bei Erkältungssymptomen sowie das ständige Tragen von Schutzmasken etc. können von den Bewohner*innen nicht nachvollzogen werden. Das macht es allen Beteiligten natürlich schwer. Es besteht die Sorge um bleibende Schäden (z.B. Traumata).
Einer Frau, die wir bereits seit vielen Jahren begleiten, geht es zur Zeit sehr schlecht, und ein baldiges Versterben ist nicht auszuschließen. Da hier die Regelung zur palliativen Ausnahmesituation greift, kann eine Lighthouse-Ehrenamtlerin nach Absprache mit der zuständigen Leitung und mit adäquaten Schutzmaßnahmen diese Frau weiter besuchen. Es ist gut, dass das möglich ist!
P.S.: Im nächsten Lighthouse-Magazin „Lichtpunkt“ werden wir das Thema Corona und die Konsequenzen für Hospizarbeit auch in der Eingliederungshilfe ausführlich behandeln.
An dieser Stelle möchten wir erneut auf den sehr informativen Artikel „13 Millionen Menschen einfach übersehen“ in der Süddeutschen Zeitung hinweisen.