Vereinsgeschichte

Bonn Lighthouse von Anfang an

1992
Engagierte Bonner Bürgerinnen und Bürger gründen am 17. Juni den Verein „Bonn Lighthouse – Verein für ambulante und stationäre Hospizarbeit e.V.“. Die Schirmherrschaft übernimmt Dr. Norbert Blüm. Bonn Lighthouse wird Mitglied in der Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz NRW (LAG Hospiz NRW [heute Hospiz- und Palliativverband NRW]).

1993
Bonn Lighthouse zieht in das Gebäude der „Pauke“ in der Endenicher Str. 12. Eine Telefonberatung wird eingerichtet. Der Verein wird kooperierendes Mitglied im DRK Kreisverband Bonn.
Pfarrerin Ulrike Veermann arbeitet im Vorstand mit (und wird später Vorstandsvorsitzende).
Da ein stationäres Hospiz für den Verein nicht finanzierbar erscheint, wird die Einrichtung eines „Betreuten Wohnens“ geplant.

1994
Der erste Befähigungskurses für ehrenamtliche Hospizhelfer wird abgeschlossen. Das „Betreute Wohnen“ wird als Modellprojekt „zur Verbesserung der Situation Pflegebedürftiger in der BRD“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales anerkannt.
Das Apartementgebäude in der Bornheimer Str. 90a wird für das Wohnprojekt angemietet. Die Geschäftsstelle zieht in die Bornheimer Str. 90.
Jürgen Goldmann wird als hauptamtlicher Mitarbeiter eingestellt.

1995
Bereits im April und im Juni beziehen die ersten Bewohner ihre Apartments. Am 15. September wird das Wohnprojekt in der Bornheimer Str. 90 durch Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann offiziell eröffnet.

1996
Bonn Lighthouse erhält am 12. März den Preis für „Bürgerschaftliche Selbsthilfe der Stadt Bonn“. Die „Bonner Tafel“ beginnt ihre Lieferungen an Bonn Lighthouse. Irmgard Wester (2011 verstorben) erhält im Dezember den Tenten-Preis für ihr hospizliches Engagement.

1997
Christiane Ohl übernimmt hauptamtlich die Geschäftsführung des Vereins. Mit ihr sind es nun drei Mitarbeiter, die fest für den Verein arbeiten. Der DPWV (Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband) wird Dachverband des Vereins. Die Sozialstation „Humanitus“ wird Kooperationspartner für die Pflege im Wohnprojekt.

1998
Das Angebot des Vereins wird um die Patienten- und Angehörigenbegleitung auf „Station Wunderlich“ an der Bonner Uniklinik erweitert. Ein- bis zweimal in der Woche besuchen Ehrenamtliche die Station.

1999
Für unsere an fortgeschrittener Multipler Sklerose erkrankten Bewohnerin geht ein Traum in Erfüllung: Im August reist sie nach Berlin.

2000
Das Wohnprojekt feiert im April sein fünfjähriges Bestehen.

2001
Unter Mitarbeit von Bonn Lighthouse e.V. wird das „Hospizforum Bonn/Rhein-Sieg“ zur Förderung neuer Hospizinitiativen, Weiterentwicklung von Qualitätsstandards und Qualitätssicherung gegründet.

2002
Mit einer offiziellen Feierstunde mit Prominenz aus Kultur und Politik wird im Juni das zehnjährige Vereinsbestehen begangen. Neben der Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann sprechen Dr. Norbert Blüm und Prof. Tilman Sauerbruch ein Grußwort.

2003
Das Begleitungs- und Betreuungsangebot von Bonn Lighthouse wird durch den ambulanten Hospizdienst unter der Koordination von Jürgen Goldmann erweitert.

2004
Unser erster Bewohner verstirbt, 9 Jahre und 5 Monate nach seinem Einzug. Keinen anderen Menschen durften wir solange begleiten – und dies wird wohl auch in Zukunft so bleiben. Im Sommer ermöglicht das Maritim-Hotel Schmallenberg 15 Bewohnern und BegleiterInnen einen Kurzurlaub im Sauerland.

2005
Das Wohnprojekt feiert sein zehnjähriges Bestehen. Über das ganze Jahr finden diverse kulturelle Benefizveranstaltungen statt. Höhepunkt ist im Februar eine Kunstauktion im Kunstmuseum Bonn unter der Leitung von Direktor Prof. Dr. Dieter Ronte, die von Konrad Beikircher moderiert wird.

2007
Das Heilpädagogische Heim in Vilich-Müldorf (LVR-Trägerschaft) wird Kooperationspartner von Bonn Lighthouse. Die Begleitung von Menschen mit geistiger Behinderung wird damit zum neuen Arbeitsfeld für den ambulanten Hospizdienst. Bonn Lighthouse hat seit Mitte des Jahres einen Beirat, Mitglieder sind: Bettina Hucko, Konrad Beikircher, Dr. Hans Daniels, Prof. Dr. Jochen Dieckmann, Prof. Dr. Paul Kirchhoff und Prof. Dr. Dieter Ronte.

2008
Unter der Regie von Frank Spiekermann entsteht der Film „Sieben Fragen an Bonn Lighthouse“ mit Konrad Beikircher, der Einblicke in die Begleitungsarbeit sowie die Möglichkeiten ehrenamtlicher Mitarbeit gibt.

2009
Die von Bonn Lighthouse in Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen des Heilpädagogischen Heims in Vilich-Müldorf entwickelte „Patientenverfügung in einfacher Sprache“ für Menschen mit geistiger Behinderung erscheint.
Die erste Taufe: Carmen, die Enkelin einer Bewohnerin, wird im Lighthouse getauft.

2010
Das Betreute Wohnen feiert sein 15-jähriges Bestehen. In der Lutherkirche findet eine feierliche Jubiläumsveranstaltung mit zahlreichen Beiträgen von Jazz über Irish-Folk bis Klassik statt.
Die Station Wunderlich der Universitätskliniken, die von uns seit 1998 betreut wurde, wird geschlossen, und Bonn Lighthouse „zieht um“ in das neue Bettenhaus in Station Paul Ehrlich.

2011
Im Februar beginnt der 15. Befähigungskurs für ehrenamtliche Mitarbeiter.
Die erste Lesung einer geplanten Lesereihe „Lighthouse liest“ wird in Zusammenarbeit mit der Bonner Zentralbibliothek, in der veranstaltet. Gast ist Dörte Schipper.
Im Betreuten Wohnen wird die erste Hochzeit gefeiert.

2012
Am 17. Juni besteht Bonn Lighthouse 20 Jahre.
Seit 1995 (Gründung Wohnprojekt) wurden im Wohnprojekt 78 Menschen mit einem Durchschnittsalter von 49 Jahren begleitet.
Unser ambulanter Hospizdienst hat seit 2003 zudem rund 60 Menschen begleitet, 71 Personen nahmen das Angebot der Trauerbegleitung wahr. In den vergangenen 20 Jahren wurde der Verein in der Begleitungsarbeit von über 150 Ehrenamtlichen unterstützt.
Lighthouse liest findet wieder statt, diesmal mit Florentine Degen: „Ich könnte das nicht“

2013
Bonn Lighthouse bekommt stellvertretend für seine herausragenden ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Tenten-Preis.
Wir ändern unseren Namen und sind zukünftig ein ambulanter Hospizverein.
Lighthouse liest mit Dada Peng. Wir starten eine enge Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe und dem Ingeborg-Thomae-Haus (IHT).

2014
Seit Januar 2014 wird die „Patientenverfügung in einfacher Sprache“ von Bonn Lighthouse e.V. verantwortet und sehr erfolgreich vertrieben.
Wir geben die ersten beiden Ausgaben des Magazins „Lichtpunkt“ heraus. Schwerpunkt-Themen: Sterbebegleitung von geistig Behinderten, ehrenamtliche Arbeit bei Bonn Lighthouse. Wir betreuen jetzt Patienten der im November 2014 eröffneten Palliativstation der Uniklinik Bonn.
Lighthouse liest mit Mike Powelz.

2015
Im April vor 20 Jahren zogen die ersten Bewohner in unser „Betreutes Wohnen“ ein – 2015 feiern wir Jubiläum. Das bundesweite Interesse an unserer Patientenverfügung bringt viel Aufmerksamkeit, aber auch Arbeit mit sich. Eine komplett überarbeitete Auflage erscheint.
Christiane Ohl und Jürgen Goldmann beginnen damit, Fortbildungen zum Thema Sterbebegleitung für Heimleiter/-innen und Mitarbeitende von Heimen des LVR durchzuführen. Außerdem liest Juliane Uhl aus ihrem Buch „Drei Liter Tod“ im Literarischen Salon im Haus der Bildung.

“Was ich will”: Patientenverfügung in leichter Sprache
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