Sterbebegleitung – Workshop

Die hospizliche Begleitung von Menschen in Einrichtungen der Behindertenhilfe stellt seit einigen Jahren ein stetig wachsendes Aufgabengebiet von Bonn Lighthouse dar.

Im Rahmen eines Workshops während des 4. Ehrenamts-Tag des Hospizforums Bonn/Rhein-Sieg, am Samstag, den 11. März in Hennef, an dem diesmal ca. 150 Ehrenamtliche teilnahmen, hatten mein Kollege Ian Woodward und ich die Möglichkeit, diese spannende und berührende Arbeit einer sehr interessierten Zuhörerschaft vorzustellen.

Anhand von Beispielen aus unserer mittlerweile reichhaltigen Begleitungspraxis haben wir die Vielfältigkeit der Arbeit in den Einrichtungen thematisiert und für unsere Zuhörer lebendig werden lassen. Jeder Mensch in unseren Begleitungen ist anders und hat ein Recht auf eine Betreuung, die seine Bedürfnisse sieht und in den Mittelpunkt des Handelns stellt.

Einen wichtigen Teil unserer Arbeit nimmt die Zukunftsplanung am Lebensende ein. Wir verstehen darunter die Arbeit mit der Patientenverfügung in leichter Sprache, die von Bonn Lighthouse und Institutionen der Behindertenhilfe konzipiert wurde. Der Ansatz ist ganzheitlich und geht über das, was im allgemeinen Sprachgebrauch unter einer Patientenverfügung verstanden wird, hinaus. Sie nimmt den Menschen mit seinen ganz speziellen Eigenarten, Vorlieben und Abneigungen in den Blick, und stellt somit das Leben, auch in der letzten Phase, in den Mittelpunkt. Sterbebegleitung ist Lebensbegleitung, diesem Leitsatz verpflichten wir uns in der Arbeit mit den Betreuten voll und ganz.

Es war unser Anliegen, den Teilnehmern des Workshops die große Bandbreite der Aufgaben, die schönen Momente, aber auch durchaus die Probleme, die sich in unseren Begleitungen ergeben, vor Augen zu führen.

Dass dies gelungen ist, zeigten uns die Reaktionen unserer Zuhörer. Es wurde interessiert gelauscht. Große Anteilnahme an dem Erzählten und viele Fragen zum Thema rundeten den Nachmittag ab.

Für uns war es schön, unsere Erfahrungen mit anderen Ehrenamtlichen zu teilen. Daher wird uns dieser Nachmittag in bester Erinnerung bleiben.

 

Katja Hoffbauer

“Was ich will”: Patientenverfügung in leichter Sprache
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